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Smartmeter-Rollout 2017: Vorteile für Unternehmen

Smartmeter-Rollout 2017: Vorteile für Unternehmen

Offiziell trifft der Smartmeter-Rollout seit Beginn 2017 alle Gewerbetreibenden – kleine Betriebe und Großunternehmen. Danach muss jeder vom Messstellenbetreiber neu einzubauende Stromzähler ein intelligenter Stromzähler sein. Seit der Liberalisierung des Messwesens können Betriebe ihren Messstellenbetreiber selbst wählen. Doch wenige machen Gebrauch von diesem Grundrecht.

Seit Januar 2017 (nach neusten Angaben erst ab 2018) muss für Betriebe mit einem Verbrauch von mehr als 10.000 kWh pro Jahr jeder neu eingebaute Zähler ein intelligenter Messzähler sein. Außerdem sieht der Rollout-Plan der Bundesregierung (dessen Umsetzung sich zunehmend verzögert) vor, dass bis 2020 die alten Zähler durch intelligente Messsysteme ersetzt worden sein müssen.

Vor der Liberalisierung des Messwesens hat der jeweilige Stromnetzbetreiber der Stadt die Stromzähler eingebaut und abgelesen. Bereits seit 2008 können sich jedoch alle Stromverbraucher selbst ihren Messstellenbetreiber aussuchen. Nach Angaben der STROMNETZ HAMBURG GmbH haben allerdings die wenigsten Unternehmen von dieser Liberalisierung Gebrauch gemacht, weil die Betriebe bislang gut mit den alten Stromzählsystemen leben konnten.

Doch da der technische Wechsel von den alten Ferraris-Zählern zu den intelligenten (digitalen) Messsystemen seit 2017 (bzw. 2018) für Unternehmen (und ab 2020 für Privathaushalte) Pflicht ist, lohnt es sich gerade für Unternehmen, die technischen Veränderungen, die Kostenvorteile und mögliche praktische Schritte des Rollouts genauer zu betrachten.

Der Smart-Meter-Rollout bringt bezüglich der Produktionsökonomie, der Gebäudetechnik und Energiekostentransparenz für jedes Unternehmen enorme Veränderungen und Chancen mit sich. Es ist bekannt, dass beispielsweise Produktionsmethoden der Textilindustrie im Vergleich zu anderen Industrien sehr energiekostenintensiv sind. Firmen dieser Branche werden sehr vom Einbau der Smart-Meter durch eine größere Transparenz bezüglich der Energieausgaben profitieren. Doch auch kleinere Friseurbetriebe, Metzgereien, Krankenhäuser oder Hotels werden sich die neue durch Smart-Meter ermöglichte Kostentransparenz zunutze machen können.

Was bringt der Smart-Meter-Rollout den Unternehmen?

Fehlerquellenanalyse und Kostentransparenz: Smart-Meter zählen den physischen Stromfluss und speichern die Daten in einem Smart-Meter-Gateway. Dadurch sind diese Geräte hochsensibel und reagieren in Echtzeit auf Veränderungen im Stromverbraucherverhalten. Das ist ideal, um bezüglich des Produktionsverlaufs auch eines kleineren Unternehmens Energiekosten intensive Fehlerquellen ausfindig zu machen.

So können zum Beispiel mittelständische Metzgereien vor Ort eine exakte Transparenz darüber erlangen, wie viel Strom einzelne Kühlräume oder Lichtkonzepte im Verkaufsraum verbrauchen. Der Betreiber eines Friseursalons kann mithilfe der Smart-Meter-Technologie ermitteln, wie viel Strom die Waschmaschine verbraucht, oder ob es sich lohnen könnte, in den Gemeinschaftsräumen Lichtsensoren einzubauen. Oder ein Bäcker vermag unter Umständen durch Smart-Meter herausfinden, wie er energieeffizienter backen könnte oder ob die Ofentüren der Backtüren wirklich ausreichend genug isoliert werden.

Visualisierte Kontrolle: Mit Smart-Metern lassen sich Messdaten über den Smart-Meter-Gateway auf dem Smart-Phone, auf einer App oder auf anderen eigens vom Messstellenbetreiber dafür entwickelten Online-Portalen in Echtzeit verfolgen. Diese Daten lassen sich visualisieren, auswerten und als Grundlage für ein effizienteres Energieverbrauchsverhalten in einem Betrieb nutzen.

Schluss mit Nachzahlungen: Mit digitalen Smart-Metern gibt es keine Stromrechnungen mehr, die auf Schätzungen beruhen. Die Daten werden direkt an den Energielieferanten übermittelt. Der Kunde weiß, wie hoch die Stromrechnung sein wird, noch bevor sie ins Haus flattert.

Derzeit ist es noch so, dass der Stromnetzbetreiber auch gleichzeitig der Messstellenbetreiber ist. Aber durch die Liberalisierung des Messwesens, drängen zunehmen neue Anbieter auf den freien Markt, die ihre Dienste anbieten. Unternehmen können entweder darauf warten, dass der zuständige Stromnetzbetreiber die neuen Messzähler installiert, oder sie können proaktiv werden und selbst einen unabhängigen Messstellenbetreiber kontaktieren.

Für Firmen: Was tut sich auf dem Messstellenbetreiber-Markt?

Momentan haben nur Messstellenbetreiber einen Zugang zu den jeweiligen Stromnetzen vor Ort, die über eine entsprechende Konzession verfügen. Davon gibt es nur eine Handvoll auf dem Markt. Diese konzentrieren sich erster Linie auf Kunden aus dem gewerblichen Bereich, da der offizielle Smart-Meter-Rollout für Privathaushalte erst 2020 beginnt.

Zu den Kompetenzen dieser Anbieter gehören vielfältige Aufgaben, die von der Entwicklung der intelligenten Zählertechnik hin bis zu einem langjährigen betrieblichen Monitoring reicht, bei dem der Energieverbrauch langfristig reduziert und optimiert wird.

Eine weitere Kernkompetenz einiger Anbieter ist es, dass Smart-Meter-Lösungen exakt auf bestimmte Branchen wie die Automobilindustrie, Metallbau, Gastronomie oder auf Großraumbüros zugeschnitten werden. Daneben bieten andere Messstellenbetreiber wiederum Smart-Meter-Lösungen im Rahmen einer dezentralen Energieversorgung wie Photovoltaik-Anlagen oder Blockheizkraftwerke. Das ist ein Energie-Konzept, mit dem Handwerksbetriebe viel Geld sparen können.

Wichtig im Portfolio der Anbieter sind immer auch Tools zur Überwachung, Kontrolle und Fehleridentifizierung des Stromverbrauchs. Dazu gehören Online-Portale oder Apps, die dem Verbraucher die Möglichkeit geben, den Datentransfer visuell Schritt für Schritt nachzuvollziehen.

Die Zielgruppen der Messstellenbetreiber sind überwiegend mittelständische Unternehmen, Industriekunden, soziale und medizinische Einrichtungen, Kommunen, Stadt- und Gemeindewerke oder Netzbetreiber selbst. Die wenigsten Messstellenbetreiber richten sich an private Haushalte, da nach dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende erst ab 2020 der Rollout für Kunden mit einem Verbrauch von mindestens 6.000 kWh an der Reihe sind.

Die Preise der Messstellenbetreiber für den Wechsel variieren naturgemäß, und sie werden meistens individuell vor Ort im Büro oder in der Werkhalle bestimmt. Ob es für Unternehmer günstiger wird, jetzt selbst zu handeln und sich einen Messstellenbetreiber auf dem freien Markt auszusuchen, der diese digitalisierte Stromzähleraufrüstung vornimmt, lässt sich pauschal nicht beantworten.

Warten oder handeln?

Kleine und mittlere Unternehmen können warten, bis der zuständige Stromnetzbetreiber auf sie zukommt und die neuen Smartmeter einbaut. Das kann nach Angaben der Stromnetz Hamburg GmbH nach derzeitigem Stand allerdings im schlimmsten Fall bis zum Jahr 2028 dauern.

Unternehmer oder Besitzer von Geschäften, die nicht so lange warten möchten, können auch selbst aktiv werden, das führende Energieberatungsunternehmen Utilitywise kontaktieren und deren Fachleute damit beauftragen, die neuen Smartmeter-Lösungen im eigenen Unternehmen zu installieren.

So würden Unternehmen auf jeden Fall schneller von Energie effizienten Lösungen profitieren können, die die neuen Smartmeter bieten.

Elaine Williams

von am Mittwoch, den 3. Mai um 15.24