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Einzelhandel: Mehr Profit durch Energiesparen

Einzelhandel: Mehr Profit durch Energiesparen

Der traditionelle Einzelhandel in Deutschland unterliegt massiven Veränderungen.

Die unvermeidbare Digitalisierung macht dem Einzelhändler das Leben schwer – und allerorts wird bereits der Teufel von der Verödung der innerstädtischen Einkaufspassagen an die Wand gemalt. Im Jahr 2020 soll im Internet sogar fast dreimal so viel Umsatz wie heute gemacht werden.

Der traditionelle Einzelhandel wird zudem auch in Zukunft mit weiterhin steigenden Energiepreisen kämpfen müssen, die bedingt sind durch die weltweite Verknappung von Energieressourcen sowie durch die in Deutschland zunehmend ansteigende Erneuerbare-Energie-Umlage.

Energiepreiserhöhungen können für den Einzelhandel existenzbedrohend sein, da das Heizen von Ladenflächen oder das Ausleuchten von Verkaufsregalen eine essentielle Voraussetzung für dessen Umsatzsteigerung ist. Diese Kosten kann der größte Einzelhandelskonkurrent, der Online-Händler, von Haus aus umgehen.

Gerade in Deutschland versauert die Erneuerbare-Energie-Umlage manch einem deutschen Einzelhändler den Profit, auch deshalb, weil nicht vorherzusagen ist, in wieweit die Energiekonzerne diese Kosten in Zukunft auf die Verbraucher abwälzen.

Eine entscheidende Frage ist also, wie konventionelle Einzelhändler in den Einkaufspassagen der Innenstädte sich wieder konkurrenzfähiger machen können, um dem allgemeinen Trend zum Online-Handel entgegenzuwirken?

Die Antwort: Durch Energie einsparende Maßnahmen.

Der traditionelle Einzelhandel in Deutschland unterliegt massiven Veränderungen

Energiesparkonzepte sind lukrativ!

In diesem Punkt sind sich Experten einig. Energiekosten senkende Maßnahmen können unter finanziellem Blickwinkel für einen Einzelhändler denselben Effekt haben wie die Erhöhung seines Umsatzes um 2 %.

Die Rechnung ist einfach: Spart ein Einzelhändler im Schnitt 1000 Euro im Jahr durch Energiesparkonzepte ein, entspricht das einem Jahresumsatz von 50.000 Euro. Dieses so über das Jahr gesparte Extra-Geld wäre allemal besser angelegt für die Entwicklung einer neuen Webseite oder für Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter.

Die Ausgaben für Strom, Gas und Wasser machen für den Einzelhändler den Löwenanteil seiner Fixkosten aus. Bei diesen festen Ausgaben zu sparen, ist also eine sehr lukrative Maßnahme. Doch über den rein finanziellen Aspekt hinaus hat die Einsparung von Energie noch weitere Vorteile.

Energiesparendes Wirtschaften ist das beste Instrument gegen den Klimawandel und für eine Verbesserung der Markenreputation. Denn immer mehr Konsumenten legen heutzutage großen Wert darauf, dass die Produkte in ihrem Einkaufswagen grün sind. Hinzukommt, dass eine umweltfreundliche Umgebung im Büro einen positiven Einfluss auf die Arbeitsatmosphäre unter den Mitarbeitern haben kann. Greener ist gesünder.

Drei Möglichkeiten, Energie zu sparen!

Wer Energie sparen möchte, sollte drei grundlegende Prinzipien beachten, die helfen können, sowohl die Kosten für Gas, Strom oder Wasser als auch den CO2-Ausstoß zu reduzieren: das Monitoring, kostengünstige Maßnahmen und Investitionen.

Schritt 1: Monitoring bedeutet Kontrolle

Der erste Schritt hin zu einem energiesparenden Verhalten besteht darin, herauszufinden, wo am meisten Energie ausgegeben wird. Im Klartext heißt das: der Verbrauch muss überwacht werden.

Nur 20% der Einzelhändler kontrollieren ihren Strom-, und Wasserverbrauch. Doch ohne diese Daten ist es kaum möglich, sich ein genaues Bild davon zu machen, an welchen Stellen überhaupt gespart werden kann.

Reine Mutmaßungen und Spekulationen reichen da nicht aus. Bei der Analyse von Schwachstellen ist es sehr wichtig, dass jedes Unternehmen und jede Branche einer Einzelbetrachtung unterzogen wird.

In Unternehmen des Food-Sektors gehen im Durchschnitt 46 % des Stromverbrauchs in den Betrieb und die Instandhaltung von Kühlanlagen und 26 % der Kosten werden für Beleuchtungskonzepte ausgegeben. Im Non-Food-Einzelhandelssektor beträgt der Anteil an Licht-Strom 60 % und nur 21 % gehen in die Finanzierung der Energiekosten für Kühlanlagen.

Für die Ermittlung der branchenspezifischen Schwachstellen sollten Energie-Monitoring-Geräte installiert werden, die den Energieverbrauch überwachen. Sie holen sich die Daten von den Messuhren und der Einzelhändler kann leicht auf seinem Laptop nachvollziehen, wo am meisten Energie verbraucht wird.

Utilitywise geht davon aus, dass das Utility-Energieüberwachungssystem den Stromverbrauch um bis zu 33 % und den Wasserverbrauch um bis zu 50 % senken kann. Im ersten Schritt geht es also darum, die Verschwendung aufzudecken. Diese Maßnahme kann bereits zu erheblichen Einsparungen führen, wie unsere Fallstudie zeigt.

Fallstudie zum Thema Licht

Wir haben mit dem Utility-Energieüberwachungssystem den traditionellen Einzelhändler „The Edinburgh Woollen Mill“ in Bath einer Kontrolle unterzogen und uns die Werte online angesehen. Unser System diagnostizierte, dass ein Großteil des Stroms durch ein ineffizientes Beleuchtungssystem verschwendet wurde. Alte Leichtsysteme wurden durch LED-Lampen ausgetauscht und die Wechselstromspannung konnte damit reduziert werden. Das führte zu Energieeinsparungen im Wert von umgerechnet 1830 Euro jährlich, da die neuen Lampen die Energiekosten mehr als halbiert haben.

Schritt 2: Kostengünstige Maßnahmen

Es gibt unzählige kostengünstige Maßnahmen, mit denen kleinere und mittlere Einzelhändler ihre Energiekosten senken können. Dazu gehören einfache Konzepte wie: Licht ausschalten, Thermostate zurücksetzen oder das regelmäßige Abtauen von Kühltruhen und Kühlschränken. Das Schließen von Türen ist eine der einfachsten und wohl naheliegendsten Energiesparmaßnahmen.

Türen schließen

Die höchsten Energiekosten werden im Einzelhandel durch den Betrieb von Heizungen, Ventilatoren und Klimaanlagen verursacht. Eine Studie der englischen Non-Profit-Organisation „Carbon Trust“ fand heraus, dass Einzelhändler in Großbritannien jährlich Energie im Wert von umgerechnet 346.000 Euro verschwenden, einzig dadurch, dass sie die Türen ihrer Geschäfte offenlassen.

Durch das Schließen ihrer Ladentür können Einzelhändler im Winter bis zu 50 % Energiekosten einsparen – das ergab eine bekannte Studie der Universität Cambridge. Das wären 10 Tonnen Co2 pro Jahr und entspräche 3 Rückflügen von London nach Hong Kong.

Sparen Sie ein Drittel der Energiekosten ein

Der „Cambridge Toy Shop“ verbrauchte an einem Tag im März bei „geschlossenen Türen“ 82 kWh im Vergleich zu 125 kWh bei „offenen Türen. Das Schließen der Türen hatte weder einen Einfluss auf die Kundenfrequenz, noch auf die Umsätze des Geschäfts.

Eine Studie zum Thema „Geschlossene Türen“ der Universität Cambridge.

Mehr Energiebewusstsein für die Mitarbeiter

Viele Mitarbeiter wissen schlichtweg zu wenig über die vielen Möglichkeiten, Energiekosten zu sparen. Es ist also ratsam, Mitarbeiter regelmäßig zu schulen und sie so dafür zu sensibilisieren, selbst zu entdecken, wo Energie angemessen verbraucht und wo Energie verschwendet wird. Nur durch diese Form der Aufklärung können Mitarbeiter selbst alltägliche Maßnahmen ergreifen, um Energiekosten zu senken.

Gemäß einer Studie von „Carbon Trust“ schulen nur etwa 30 % der Unternehmen in Großbritannien ihre Mitarbeiter in Sachen Energiebewusstein. Das ist auch eine Form der Geldverschwendung, da nach Berechnungen des deutschen Dienstleisters „Energieimpuls“ ein Unternehmen bis zu 30 % Energie einsparen kann, sofern die Mitarbeiter einen bewussteren Umgang mit Energie erlernen.

Einfache Schilder und Hinweise, die an technischen Geräten oder Lichtschaltern angebracht sind und die Mitarbeiter an einen bewussten Umgang mit Energieressourcen erinnern, kann schon helfen die Kosten zu senken.

Die Umweltgesetze

Einzelhändler wollen mit Sicherheit keine Bußgelder dafür bezahlen, dass sie Umweltgesetze und -, Verordnungen brechen. Insbesondere dann nicht, wenn das Budget bereits sehr eng ist. Um unnötige Ausgaben zu vermeiden, sollten Unternehmer bezüglichen der neuesten gesetzlichen Vorschriften stets auf dem Laufenden sein. Dazu gehört, dass regelmäßig geprüft wird, ob z.B. die Klimaanlagen den Energieeffizienz-Richtlinie für Gebäude entsprechen.

Versäumt ein Betrieb, die richtigen Daten im Energieausweis anzugeben, kann eine Strafe von bis zu 15.000 Euro fällig werden. Sollte ein Unternehmen es dagegen vergessen, eine Kopie des Energieausweises an die Behörde zur Kontrolle zu senden, droht diesem eine Strafe von bis zu 5.000 Euro.

Geschäfte mit einer Ladenfläche, die größer als 250 Quadratmeter ist, sind verpflichtet, ihren Energieausweis sichtbar im Geschäft auszuhängen. Sollte dies nicht geschehen, droht eine Geldstrafe von 15.000 Euro.

All das sind Kosten, die sich leicht vermeiden lassen.

Schritt 3: Investieren Sie kosteneffizient!

Mittels einer Energieaudit oder einer Geräteüberprüfung kann schnell ermittelt werden, an welchen Stellen ein Unternehmer Energie verschwendet. Der Einzelhändler kann dann vor Ort selbst entscheiden, mit welchen Maßnahmen er Energiekosten einsparen möchte. Das ist auch eine gute Gelegenheit, um bei elektronischen Geräten nachzurüsten und diese mal wieder auf den neusten technischen Stand zu bringen.  Zudem bietet es sich im Zuge dessen an, neue Energie-Monitoring-Systeme zu installieren und die Verschwendung von Energie zu reduzieren.

Eine der effektivsten und effizientesten Maßnahmen zur Senkung der Stromkosten ist die Installation neuer Lichttechnologien. Licht ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsstrategie jedes Einzelhändlers. Denn Licht lockt die Kunden in die Geschäfte und zieht sie direkt zu den Verkaufsflächen.

Doch nur, weil ein Einzelhändler abhängig vom Licht ist, bedeutet dies nicht, dass er dafür Unmengen an Energie verschwenden muss. Die Verwendung von Lichtsensoren in Lagerhallen oder Büroräumen kann die Energiekosten um bis zu 50 % senken. Und mit Energiesparlampen lassen sich die Kosten sogar um bis zu 80 % reduzieren.

Was bringt die Zukunft?

Moderne Strommessgeräte, Solaranlagen, Technologien zur Wärmerückgewinnung aus Kälteanlagen sind Maßnahmen zum Energiesparen, die bereits von den großen deutschen Supermarktketten wie Aldi, Lidl, Edeka und Penny in die Tat umgesetzt werden.

Supermärkte verbrauchen im Durchschnitt 10-mal mehr Energie als private Haushalte. An Energiesparkonzepten für diese Geschäfte zu arbeiten, ist in heutigen Zeiten im Interesse der Allgemeinheit. Das Forscherteam des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) hat in Zusammenarbeit mit Architekten, Bauherren und Planungsteams grüne Konzepte entwickelt, die Betreibern von Supermärkten dabei helfen, ihre Energiekosten zu senken.

Ein Aldi-Südmarkt diente als eine Art Versuchskaninchen für die neuen Energiekonzepte. Der Schwerpunkt der Innovation lag in der Reduzierung der Kosten für Kühlanlagen, die bis zu 50 % des Stromverbrauchs des Discounters ausmachen. Das Team arbeitete ein neues effizientes Kälteverbundsystem aus und führte die Verwendung eines neuen Kältemittels ein, dessen Treibhauspotenzial um das 3000 bis 4000fache niedriger ist als das von herkömmlichen Kältemitten.

Ebenso veränderte das Team die Lichtkonzepte der Aldi-Filiale. Es ließ das Licht durch dreifach-verglaset Dachkuppeln in die Verkaufsräume fallen und das künstliche Licht wurde entsprechend nur im Notfall individuell hinzugeschaltet. Insgesamt konnten so 20 % der Energiekosten in dem Versuchsmarkt eingespart werden.

Fazit

Energiesparmaßnahmen stellen ein wichtiges Instrument beim Kampf um die Marktposition und bei der Profitsteigerung jedes Einzelhändlers dar. Die Voraussetzung für die Umsetzung neuer kostensenkender Maßnahmen ist das Verstehen und Visualisieren der Fakten. Danach kann jeder Unternehmer zum Beispiel durch die Installierung neuer kostensparender Lichtsysteme oder durch das einfache Energie-Coaching der Mitarbeiter die Energiekosten senken.

Viele Ursachen für eine mögliche Energieverschwendung kann der Einzelhändler in seinem Betrieb selbst ausfindig machen. Doch ein Energieberatungsunternehmen wie Utilitywise kann sicherer und schneller dabei helfen, Verschwendungsursachen aufzudecken und aufzuzeigen, wo wieviel Energie verschwendet wird. Und Utilitywise kann Einzelhändler immer vor der Gefahr bewahren, bestimmte Umweltauflagen der Bundesregierung nicht zu erfüllen.

Wenn Sie mehr über Utilitywise erfahren möchten, besuchen Sie einfach unsere Webseite www.utilitywise.de.

Elaine Williams

von am Montag, den 13. März um 13.56