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Entwicklung der EEG-Umlage

Entwicklung der EEG-Umlage

2017 steigt die EEG Umlage auf 6.88cent pro kWh.

Am 15.10.2016 wurde Folgendes von den deutschen Netzbetreibern bekanntgegeben:

Die EEG-Umlage für nicht privilegierten Letztverbraucherabsatz beträgt für das Jahr 2017
6,880 ct/kWh.

 

 

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EEG–Umlage – Die Historie:

Die Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG-Umlage, ist in den letzten 6 Jahren um über 300% angestiegen und demnach der meist diskutierte Kostenfaktor des Strompreises. Die EEG-Umlage unter § 60 EEG ist folgendermaßen geregelt: „Die Elektrizitätsversorgungsunternehmen haben für jede an den Endverbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage in Höhe von derzeit 6,354 Cent (2016) / 6,88 Cent (2017) an die Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten.“

Durch den enormen Anstieg macht die Umlage derzeit 31 % des gesamten kWh-Preises aus.

Doch beginnen wir bei seinem Ursprung im Jahre 2000. Das damalige Rot-Grüne-Regierungsbündnis unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD) und Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete das am 01. April 2000 in Kraft getretene Gesetz als „Herzstück der rot-grünen Energie- und Umweltpolitik“. Grundgedanke war die Energiewende nach und nach einzuleiten und die Erzeugung aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser und Sonne finanziell zu fördern. Jeder Verbraucher zahlt seitdem mit seiner Stromrechnung die EEG-Umlage, die Höhe wurde mit 0,19 Cent pro verbrauchte kWh Strom gesetzlich festgesetzt. Diese Mehreinnahmen boten die Möglichkeit feste Vergütungssätze für das Erzeugen von Strom beispielsweise durch Photovoltaik-Anlangen anzubieten.

Aber seit der Einführung wurde das Gesetz 6 Mal überarbeitet bzw. novelliert, zuletzt im Juni 2016. Abhängig der aktuellen Regierung wurde die finanzielle Förderung gestärkt, teilweise jedoch auch gedrosselt. Bei der 2. Novellierung im Jahre 2004 erreichte die damalige Oppositionspartei CDU/CSU eine Reduktion der Förderung von Windkraftanlagen. 2009 wurde das große Ziel ausgerufen bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien auf 30 % auszubauen. Durch weitere Reformen im Laufe der Jahre versucht man den Ausbau gezielter zu fördern. Die Maßnahmen im Einzelnen stoßen nicht nur auf Zustimmung, gerade die aktuellste Novelle (Juni 2016) stößt auf Kritik. Branchenverbände mahnen den möglichen Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen an.

Experten befürchten, dass die EEG-Umlage langfristig steigen und voraussichtlich auf hohem Niveau konsolidieren wird.

Die EEG-Umlage wird immer am 15. Oktober für das Folgejahr veröffentlicht.

 

Elaine Williams

von am Dienstag, den 18. Oktober um 14.57